Hilfestellung f├╝r das Rollenspiel

Wichtige Daten und Inhalte rund um das RP, Hilfreiches f├╝r Neulinge und Einsteiger

Hilfestellung f├╝r das Rollenspiel

Beitragvon Protokolldroide » Fr 15. Mai 2015, 20:15

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1 Vorwort
2 Gesten, Emotionen und Gedanken
3 Umgebung
4 Actio und Reactio
5 Direkte Rede
6 Orthographie
7 Einstieg ins Rollenspiel
8 Fazit
9 Ein beispielhafter Beitragswechsel

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Es kann immer einmal passieren, dass eine Mindestpostingl├Ąnge von 1000 Zeichen an dem ein oder anderen Tag ausgesprochen hinderlich sein kann, vor allem, wenn einem schlicht und ergreifend die Muse fehlt, um die richtigen Worte zu finden. Folgende Hilfestellungen f├╝r Beitr├Ąge im Rollenspiel k├Ânnen ein paar Anreize bieten, den eigenen Beitrag zu gestalten und haupts├Ąchlich RP-Neulingen die M├Âglichkeiten aufzeigen, wie ein Beitrag f├╝r das Inplay geschrieben werden kann.




Die Verwendung von Emotionen und Gedanken einer Figur sind der Schl├╝ssel, um diese w├Ąhrend des Rollenspiels lebendiger zu gestalten. Die Gedanken deines Charakters k├Ânnen von deinen Mitspielern nicht erfasst werden und dienen somit dazu, einen subjektiven Eindruck der eigenen Figur gegen├╝ber deiner Mitspieler und -leser zu vermitteln. Emotionen und die Gestik k├Ânnen dagegen den entscheidenden Unterschied liefern, wie deine Figur von seinem Gegen├╝ber verstanden wird. Je mehr dein Charakter in einem Beitrag an Emotion oder Gestik wiedergibt, umso mehr kann dein Mitspieler bzw. sein Charakter diese Emotionen erfassen und sie als Grundlage f├╝r eigene Gedanken und/oder Emotionen und Gestiken heranziehen.




Die Interaktion mit der Umgebung ist ein bew├Ąhrtes Mittel, um f├╝r zus├Ątzliche Atmosph├Ąre w├Ąhrend des Rollenspiels zu sorgen. Die angedeutete oder detailliertere Beschreibung der Umgebung kann hier dazu geh├Âren. Interagiert eine Figur direkt oder beil├Ąufig mit einem Gegenstand aus unmittelbarer Umgebung, kann dies nicht nur eine voran gegangene Aussage abrunden sondern seine Bewegungen k├Ânnen von seinem Gegen├╝ber verfolgt und zus├Ątzliche Anreize oder Gedanken angef├╝gt werden.




Die Grundlage einer Antwort sind Aktionen und Handlungen, die dein Charakter vollf├╝hrt. Nicht nur du kannst mit der Beschreibung, war deine Figur eigentlich tut (die meist langsam oder z├╝gig den roten Faden des Rollenspiels weiterf├╝hren sollte) eine Antwort verfassen; Macht deine Figur etwas, kann dein Schreibpartner mit seiner Figur entsprechend auf dieses Verhalten reagieren. Ob man sich nun umsieht, sich bewegt, hinf├Ąllt oder aufsteht ÔÇô all das bietet dem Mitspieler und dir die M├Âglichkeit, stets eine Antwort auf den vorangegangenen Beitrag aufzubauen. Denn auf Dauer k├Ânnte es wirklich langweilig werden, wenn man immer nur eine m├Âgliche Option angibt, auf die der Mitspieler dann eingehen sollte oder muss (zum Beispiel lediglich die Antwort auf eine zuvor gestellte Frage). In einem Rollenspiel brauchst du dir nicht zu schade sein, auch die ein oder andere Vorlage in deinen Spielzug mit einzubauen! Sie bieten kleine Gelegenheiten, auf die dein Mitspieler bei Bedarf eingehen kann. Biete deinem Schreibpartner ruhig auch eine gewisse Auswahl. Zum Beispiel in Form von versteckten Andeutungen: verirrte Blicke, beil├Ąufiges Kratzen am Bart, unsicheres H├Ąndereiben - oder direkte Hinweise (Er stockte mitten im Satz, als im in der dritten Reihe eine ungew├Âhnliche Person auffiel.)




Die w├Ârtliche Rede kann mithilfe von eingeschobener Handlung oder ├ťberlegungen der Figur lebendiger gestaltet werden. (ÔÇ×Es liegt folglich an uns, den entscheidenden Schritt zu wagenÔÇť, sie verschr├Ąnkte die H├Ąnde hinter dem R├╝cken und konnte nur das Beste f├╝r die Zukunft hoffen, ÔÇ×um eine folgenschwere Situation zu vermeiden.ÔÇť)

Vermeide einen endlos erscheinenden Monolog deines Charakters. Gib ihm Rhetorik mit! Durch bestimmte Gestiken, Handlungen, Fragen oder das Einbeziehen der Figuren deiner Schreibpartner, gibst du ihnen die M├Âglichkeit darauf zu reagieren. Die wenigsten Dialoge erfolgen im f├╝nfmin├╝tigem Wechsel, sondern gestalten sich manchmal auch durch gegenseitiges Unterbrechen, Einwerfenden oder Korrigieren von Aussagen.




F├╝r einen runden, fl├╝ssig lesbaren Schreibstil hilft es, st├Ąndige Wiederholungen von W├Ârtern zu vermeiden. S├Ątze, die stets mit einem Namen, er/sie oder ÔÇ×die Frau/der MannÔÇť beginnen oder Handlungen und Aussagen dieser ausgef├╝hrt werden, sind oft nach dem dritten derart aufgebauten Satz nicht nur eint├Ânig zu lesen, sondern rei├čen deine Leser aus ihrem Lesefluss, die dein Geschriebenes bis dahin mit Spannung verfolgt haben. Ebenso ungeschickt ist es, wenn direkte Rede kontinuierlich mit < Er/Sie sagt: ÔÇ×... .ÔÇť > eingeleitet oder entsprechend mit < ÔÇ×...ÔÇť, sagte sie/er. > beendet wird. Werden gleich W├Ârter h├Ąufig verwendet, helfen passende Synonyme f├╝r eine spritzige Abwechslung in der Beschreibung des Selben. Dadurch wird auch dein eigener Wortschatz erweitert!

Eine akzeptable Grammatik ist der Schl├╝ssel zu gern gelesenen Beitr├Ągen. Dabei sollten gravierende und sich wiederholende Grammatikfehler (seid/seit, lie├čt/liest, Standard, wen/wenn, den/denn, Kommata usw.) am besten vermieden werden. Ebenso ist eine korrekte Gro├č- und Kleinschreibung wichtig f├╝r die deutsche Sprache. Sie hilft besonders dabei, dass sich ein Leser in deinem Text orientieren und diesen fl├╝ssig durchlesen kann. Ob du M├╝he investiert hast und dich mit deinem Text vor dem Abschicken des Beitrages befasst hast, merkt man dir sofort an. In der Regel wirst du mit einem ebenso ausgearbeiteten Beitrag deines Schreibpartners belohnt!




Nicht jeder wei├č auf Anhieb, wie er seinen Einstieg ins Rollenspiel gestalten soll. Folgende Punkte k├Ânnen dabei helfen, eine gute Richtung zu erhalten, um erste Worte f├╝r den ersten Beitrag oder dar├╝ber hinaus zu finden.
  • Was hat der Charakter bis zum jetzigen Zeitpunkt die letzte Zeit ├╝ber gemacht?
  • Rekapitulation/Res├╝mieren des Erlebten.
  • Wie kam er an den aktuellen Standort?
  • Was denkt er ├╝ber diesen Ort?
  • Was empfindet er bei seiner aktuellen Situation?
  • Was sieht und f├╝hlt er generell in seiner Umgebung?
  • Warum ist er hier, hat er eine Mission - was denkt er ├╝ber seine Aufgabe?
  • Lass die Gedanken deines Charakters kreisen, beschreibe seine momentanen Eindr├╝cke und Gef├╝hle.
  • Was hat er nun vor und wie?
  • Erste Handlungen und/oder Worte (an jemanden / gegen├╝ber jemand bestimmtes)



  • Lass' die Gedanken deines Charakters kreisen, er soll mit ihnen spielen, sie abw├Ągen, kann sich selbst oder andere in Frage stellen.
  • Beschreibe und nutze die Umgebung, sie gestaltet die Situation lebendig.
  • Biete eine oder mehrere Handlungen deiner Figur, auf die dein Mitspieler eingehen kann.
  • Unterbreche l├Ąngere w├Ârtliche Rede mit kleinen Handlungen oder ├ťberlegungen - deine Figur steht selten starr auf einer Stelle.
  • Gib dir M├╝he bei der Rechtschreibung, so werden deine Beitr├Ąge gerne gelesen.



    Beitrag 1: Delorian Wechuk

    Der Staub kratzte in seiner Kehle und die Augen des jungen Schmugglers waren leicht vom Sand, der durch die Luft flog, ger├Âtet, als er durch die T├╝r der Cantina trat. "Ich h├Ątte nie gedacht, dass ich den Regen von Atzerri mal vermissen w├╝rde." Ein wenig wehm├╝tig verglich er das Wetter auf Tatooine mit seiner Heimatwelt. Kurz klopfte er seine dunkle Weste ab, bevor er schnellen Schrittes zum Tresen eilte. Er hob den rechten Arm, um den Barkeeper auf sich aufmerksam zu machen. ÔÇ×Ein Whyrens Reserve bitte!ÔÇť, rief er dem Elom zu, der mit einem, nicht besonders sauberen, Handtuch ein Glas polierte. Es dauerte einige Minuten bis der Barkeeper sich dazu herablie├č ihn zu bedienen, aber Delorian war dieses Verhalten gew├Âhnt. "Kennst du eine Cantina, kennst du sie alle." Er nahm einen tiefen Schluck von dem Brandy und l├Ąchelte zufrieden, der Brandy war nicht allzu sehr gepanscht. Der Schmuggler drehte sich um und lehnte sich gegen den Tresen, w├Ąhrend er seinen Blick ein wenig gedankenverloren durch die Cantina schweifen lie├č.

    Beitrag 2: Tap Musstan

    Es war kein guter Tag gewesen. Tap fuhr sich mit dem rechten Handr├╝cken ├╝ber die verschwitzte Stirn und lehnte sich auf seinem Stuhl zur├╝ck. Er hatte Kopfschmerzen, vermutlich bereits zuviel getrunken und die verdammte Bith-Band dudelte zum gef├╝hlten vierundsechzigsten mal das gleiche Lied. "K├Ânnt ihr nicht wenigstens mal ne halbe Stunde Pause machen?", fuhr er sie in Gedanken an. Der Feuchtfarmer nahm einen weiteren Schluck von dem schon recht schalen Lum-Bier vor sich. Angewidert verzog er das Gesicht, inzwischen war das Getr├Ąnk pisswarm geworden und somit kaum noch genie├čbar. Er wuchtete seinen leicht ├╝bergewichtigen K├Ârper aus dem Stuhl und n├Ąherte sich, leicht schwankend, dem Tresen um Nachschub zu organisieren.
    Auf halbem Weg bemerkte er den jungen Au├čenweltler, der verkehrt herum am Tresen lehnte. Dessen Blick fiel auf Tap. Der hielt kurz verwirrt inne. "Was starrt der Arsch mich so bl├Âd an?" Dann wandelte sich seine Verwirrung in Wut, sein Kopf lief rot an. "Diese verfluchten Raumfahrer halten sich immer f├╝r was Besseres. Und die M├Ądchen stehen auch noch auf die Lackaffen. Na warte Bursche, dir zeigs ich!" Tap ├╝berwand die zwei Schritte, die ihn noch von seinem Gegner trennten und holte mit seiner Rechten zu einem m├Ąchtigen Schwinger aus, w├Ąhrend seine Linke einen kurzen Aufw├Ąrtshaken in seine Magengrube folgen lassen sollte. ÔÇ×Gaff mich nich so an du Penner! Dir verpass ich ne Abreibung!ÔÇť, br├╝llte er, wobei er versehentlich eine Ladung Spucke verspr├╝hte.

    Beitrag 3: Delorian Wechuk

    Eigentlich war nicht viel los in der Cantina: Ein paar Einheimische sa├čen herum und tranken, ein alter Kellnerdroide drehte auf seinem einen Rad seine Runden und die Bith-Band spielte einen alten Gassenschlager, was Delorian dazu veranlasste, im Takt mit dem Fu├č zu wippen. Sein fr├Âhliches L├Ącheln verging in dem Moment, als er den Blick nach rechts richtete und einen Angetrunkenen auf sich zu kommen sah. Zuf├Ąllig begegneten sich ihre Blicke. Der junge Schmuggler versuchte noch wegzusehen, doch zu sp├Ąt, der andere f├╝hlte sich bereits provoziert. "Mist!", schoss es ihm durch den Kopf, als der Feuchtfarmer schimpfend auf ihn zu st├╝rzte und ihn dabei mit Speichel tr├Ąnkte. Mit angeekelter Mine duckte Delorian sich unter der allzuweit ausholenden Rechten weg und es gelang ihm gerade so, mit seinen beiden H├Ąnden den nachfolgenden Haken zur Seite zu lenken. Das dadurch entstandene Ungleichgewicht seines Gegners nutzte er, um einen Beinfeger folgen zu lassen. "Dein Pech, dass ich als Kind zwei Jahre Teras K├Ąsi Unterricht hatte!" Er nutzte die Gelegenheit, um etwas Abstand zu gewinnen, und sich mit dem ├ärmel das Gesicht abzuwischen.

    Beitrag 4: Tap Musstan

    Pl├Âtzlich starrte Tap, schwer atmend, auf die Decke der Cantina. Er brauchte einen Moment, um zu begreifen was geschehen war und wieso auf einmal sein Hintern schmerzte. Er blinzelte kurz, um den Schwei├č, der ihm in die Augen gelaufen war, zu entfernen. Sein Gesicht nahm eine noch r├Âtlichere F├Ąrbung an und er schnaufte w├╝tend, als er erkannte, dass das B├╝rschchen seinen Angriff abgewehrt und ihm zu dem auch noch die Beine weggetreten hatte. Jetzt stand er da, etwa zweieinhalb Meter entfernt und blickte auf ihn herab. Tap knurrte w├╝tend, w├Ąhrend er sich auf den Bauch w├Ąlzte und sich dann mit den Armen abst├╝tzte, um sich in eine kniende Position zu bringen. "Das ist noch nicht vorbei, du Wompratte! Sowas machst du nicht ungestraft mit mir", fluchte er innerlich, bevor er unerwartet losst├╝rmte und sich, ein markersch├╝tterndes Br├╝llen auf den Lippen, mit einem Tackle auf den Schmuggler st├╝rzte.

    Beitrag 5: Delorian Wechuck

    Delorians Augen weiteten sich entsetzt und er wurde bleich, als er das menschliche Geschoss auf sich zu rasen sah. Er hatte eigentlich gehofft, der Andere w├╝rde zur Vernunft kommen oder einfach genug haben. Jedenfalls hatte er nicht mit einer derart aggressiven Reaktion gerechnet und da er den angetrunkenen Feuchtfarmer nicht hatte weiter provozieren wollen, keine Kampfhaltung eingenommen.
    Zu seinem Gl├╝ck hatte der sich jedoch versch├Ątzt, und anstatt mit voller Wucht in Delorian zu krachen, streifte der lebendige Rammbock ihn lediglich an der H├╝fte und wirbelte ihn durch den Raum, wobei er gegen einen, gl├╝cklicherweise leeren Tisch stie├č und mit diesem zu Boden ging. Der Atzerri zog sich an dem umgekippten M├Âbelst├╝ck wieder nach oben, er sch├╝ttelte sich kurz und nahm seine F├Ąuste nach oben. "Diesmal bin ich bereit, du Penner."
    Bevor das ganze jedoch noch weiter eskalieren konnte, fuhr ein Stunner-Schuss, den man an seiner blauen Farbe und der Ringf├Ârmigkeit erkennen konnte, in die Decke. Der Barkeeper lehnte sich mit einem alten DC-15S in der Hand auf den Tresen. ÔÇ×So ihr Spa├čv├ÂgelÔÇť, grollte er, ÔÇ×das k├Ânnt ihr vor der T├╝r regeln!ÔÇť Der Lauf der Waffe ruckte zum Ausgang der Cantina.



Weitere Punkte, die ihr als erg├Ąnzbar und hilfreich erachtet sowie jegliche andere Erweiterungen d├╝rfen gerne angebracht werden! PN bitte an Samira.


Texte von Samira Krolan.

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