[H42 | 10,5 NSY] Kurznews

Nachrichten aus der Galaxis, die das Ingame-Geschehen widerspiegeln

[H42 | 10,5 NSY] Kurznews

Beitragvon Protokolldroide » Mo 16. Jan 2017, 03:38

H42 prÀsentiert: Kurznews aus der ganzen Galaxis.
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PROMI-NEWS
NAR SHADDAA – Der Huttenkartell-AnfĂŒhrer Durga Besadii Tai (115) wurde zum sechsten Mal in Folge zum „Sexiest Hutt Alive“ gewĂ€hlt. Das Votum der fĂŒnf Experten der „Hutt Space News Agency“ fiel eindeutig auf den erfolgreichen GeschĂ€ftsmann. „Durga zeigt, wie diskriminierend und rassistisch die Äußerungen sind, Hutten wĂ€ren abstoßende Wesen“, meinte Preisrichterin Telela Falik. „Sein StĂ€rke, PrĂ€senz und AgilitĂ€t heben ihn unter seinen Mitkandidaten hervor.“
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LITERATUR
MRLSST – Der imperiale Flottenoffizier Jan-Klaus van Reickels erhĂ€lt den Edel-Preis in Literatur von der UniversitĂ€t Mrlsst. Der Vorsitzende des Komitees, Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. Ludovic MĂŒĂŸszemĂĄn, wĂŒrdigte das Lebenswerk des 52-jĂ€hrigen Commodores fĂŒr seine „Sachlichkeit, Pionierarbeit auf diversen Gebieten und dem unterhaltsamen, geradezu lyrischen Schreibstil.“ Außerdem befand die UniversitĂ€t, dass es dem von Aargau stammenden van Reickels gelinge, „trotz seines Dienstes in der imperialen Flotte in seinen Schriften stets eine neutrale Sicht zu wahren.“ Das neueste Werk von van Reickels, „Fifty Shades of Clay“, fĂŒhrt die Bestseller-Listen im Bereich „Fachliteratur“ seit mittlerweile 17 Wochen an.
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POLITIK
CORUSCANT/ANAXES – Die Friedenstruppen der Neuen Republik werden in zwei Wochen ihren ersten Einsatz beginnen. Der Ausschuss des Inneren Friedens auf Coruscant bestĂ€tigte in seinem heutigen Votum die Entsendung von 7500 „Lavendelhelmen“ nach Haruun Kal, wo in den vergangenen Wochen bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den einheimischen Korunnai und den Balawai-Siedlern zunehmend eskalierten. Bei einem Anschlag in der Hauptstadt Pelek Baw kamen dabei insgesamt 37 Lebewesen zu Schaden, 13 davon wurden getötet. „Unsere erste Aufgabe ist gleich eine gewaltige Herausforderung, aber ich bin zuversichtlich, dass ein erfolgreicher Einsatz unseren Kritikern beweisen kann, dass die FdNR mehr ist, als ein ‚Papiertiger‘“, sagte Brigadier General Oswold P. Honeygood, der den Einsatz leiten wird, Medienvertretern am frĂŒhen Abend.
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SPORT
TRALUS – Im Bolo-Ball haben „The Favorites“ erneut den Einzug in die Liga der Champions in der diesjĂ€hrigen Spielzeit verpasst. Nach einem 1:1 zu Hause unterlagen die Violetten ĂŒberraschend Rellidir City mit 0:4 und verloren damit zum neunten Mal in Folge die Play-Offs, deren Sieger in die Gruppenphase einzieht. Der Stuhl von Trainer Cietmar Donstantini wackelt nach dieser erneuten Niederlage bedenklich. Mehrheitseigner Durga Besadii Tai ĂŒberlegte im GesprĂ€ch mit Kollegen von GHN bereits, ob eine „Nahrungsumstellung meiner Nexu-Haustiere eine erfolgreichere Zukunft des Teams garantieren könnte“.
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WIRTSCHAFT
ABREGADO-RAE – Das Carandini-Familienunternehmen hat seine jĂ€hrliche Bilanz vorgestellt. Dabei konnte die auf Abregado-rae beheimatete Firma zum dritten Mal im Folge die Gewinne des Vorjahres ĂŒbertrumpfen: am Ende stand ein Plus von 68,7 Millionen Credits. Carandini, das neben zahlreichen WeingĂŒtern auch diverse Raumschiffsteil-Fabriken unterhĂ€lt, ist eines der Ă€ltesten Unternehmen der Galaxis. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Pierluigi Antonio Fernando Gianluigi Marco Carandini bedankte sich „bei allen, die fĂŒr diesen Erfolg verantwortlich sind“ und lud sĂ€mtliche Mitarbeiter zu einer Weinverkostung auf Firmenkosten ein.
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PROTESTE
TELOS – Auch heute versammelten sich wieder tausende Demonstranten in der Hauptstadt Thani um gegen den gewaltsamen Tod eines Wookiee-Arbeiters zu protestieren. Am vergangenen Mittwoch war ein menschliches Kleinkind an der Baustelle des Revel-Zoos in einem abgesperrten Bereich gestĂŒrzt, in dem der Wookiee Rebecca arbeitete. Imperiale SicherheitskrĂ€fte spekulierten, dass der sich dem Kleinkind nĂ€hernde Wookiee dieses angreifen wollte und verwundeten ihn durch Blasterfeuer tödlich. Dieses durch Medien galaxisweit publik gemachte Ereignis sehen Gegner des Imperiums als einen Beweis fĂŒr den weiter existierenden Rassismus innerhalb des Reiches. Auch Vertreter der Neuen Republik zeigten sich ĂŒber den Vorfall „sehr besorgt“. Neben Demonstrationen auf den Straßen Thanis und anderer StĂ€dte erlangte auch die von Unbekannten im Holonet gestartete Aktion „Dicks out fĂŒr Rebecca“, die mĂ€nnliche Vertreter diverser Spezies dazu ermuntert, ihre Geschlechtsteile als Zeichen der Anteilnahme zu enthĂŒllen, rege Aufmerksamkeit. Großmoff Jarik Krolan, in dessen Verwaltungsbereich sich Telos befindet, kommentierte den Vorfall lediglich wie folgt: „Wenn die Medien und die Leute sonst keine Sorgen haben, dann steht es um unsere Moral fĂŒr den Krieg ja nicht sonderlich schlecht.“ FĂŒr weitere Kommentare stand der Großmoff, welcher sich weigerte, sein Geschlechtsteil als Zeichen der SolidaritĂ€t fĂŒr das Volk der Wookiees zu entblĂ¶ĂŸen, nicht zur VerfĂŒgung.

Details zu: Ein Kommentar zur Cause Rebacca von Cmdr J.-K. van Reikels Aufklappen
Es mag fĂŒr viele verwunderlich sein, wie sich so zahlreiche Wesen ĂŒber den Verlust eines einzelnen Individuums empören, wo doch der anhaltende Krieg in der Galaxis minĂŒtlich ein dutzendfaches an Opfern fordert.

Jedoch muss man hier differenzieren: Der Fall Rebecca ereignete sich abseits von Schlachtfeldern, wo unsere Konventionen das gegenseitige Töten legitimieren. Die Kritik hierbei richtet sich an dem Vorgehen der SicherheitskrĂ€fte, wobei sich eine Frage stellt, die alt ist wie die Zeit: Wann dĂŒrfen bewaffnete Staatsdiener handeln?

Hierbei sollte zuerst geklĂ€rt werden, ob eine Gefahrenlage ĂŒberhaupt vorlag. Wookiees sind um ein vielfaches stĂ€rker als Menschen und somit auch unbewaffnet in der Lage, Kleinkindern tödliche Verletzungen zuzufĂŒgen. Allerdings handelt es sich nicht um geistlose Bestien, sondern um intelligente Lebewesen, von denen die wenigsten aus primitiven GrĂŒnden töten. War Rebecca also eine Bedrohung? Seine Akte vermerkt, dass er eine fest angestellte Arbeitskraft der Baufirma Hoawk Constructions war, also kein Sklave oder Zwangsarbeiter, sodass ein Rachemotiv zumindest teilweise auszuschließen ist.

Speziismus, der jahrelang vom imperialen Staat gefördert wurde, kann das Handeln der SicherheitskrĂ€fte beeinflusst haben. Allerdings sollte man hierbei nie deren ZwickmĂŒhle vergessen: Handeln sie nicht, haben sie eventuell den Tod eines Kindes zu verantworten, handeln sie den Tod eines anderen Wesens. Das hierbei die meisten Wesen sich fĂŒr das jĂŒngere und vertrautere Wesen entscheiden wĂŒrden, erscheint logisch. Da BetĂ€ubungsschĂŒsse gegen Wookiees weniger bewirken als gegen Menschen entkrĂ€ftet auch das Argument, das tödliche Gewalt absichtlich eingesetzt wurde.

Somit bleibt der Fall zwar ein Ă€ußerst trauriges Vergehen und der mehr als bedauernswerte Verlust eines Lebens, bietet aber nur ohnehin gegenĂŒber dem Imperium eingestellten Personen neue Argumente gegen dieses. Dennoch wĂ€re es wĂŒnschenswert, derartige Vorkommnisse in Zukunft zu vermeiden.

Die Bewegung "Dicks out for Rebecca" mag auf den ersten Blick Ă€ußerst ungewöhnlich oder gar ungehörig erscheinen, hat allerdings bei genauerer Betrachtung eine interessante Komponente. Die gezielte Aufforderung an mĂ€nnliche Vertreter zahlreicher Spezies ihre Geschlechtsteile öffentlich zu enthĂŒllen, bricht mit weiteren "steifen" Konventionen des Imperiums und dient somit zur Demonstration, das unter den Spezies auch körperliche Gemeinsamkeiten existieren. Da die EnthĂŒllunh derart intimer Stellen in der Öffentlichkeit zudem verpönt ist und von den TrĂ€gern enormes Selbstbewusstsein fordert, wird selbiges zusĂ€tzlich gestĂ€rkt. Die AbsurditĂ€t dient dabei der Verbreitung der Aktion und bescheert ihr weitere Aufmerksamkeit. So entpuppt sich ein zuerst geschmacklos anmutendes Projekt als vielschichtige Sozialstudie.



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