Das Mysterium der Macht

Forenkanon spezifische Regelungen über die Macht und Machtbegabte.

Das Mysterium der Macht

Beitragvon Protokolldroide » So 28. Sep 2014, 17:16



    „Die Macht ist es, die dem Jedi seine Stärke gibt. Es ist ein Energiefeld, das alle lebenden Dinge erzeugen. Es umgibt uns, es durchdringt uns. Es hält die Galaxis zusammen.“
    - Obi-Wan Kenobi

Trotz Jahrtausenden intensiver Forschung sind die Ursprünge der Macht nicht vollständig geklärt. In der Alten Republik galt die Konzentration der Midiclorianer, Kleinstlebewesen die in Symbiose mit ihren Wirten leben, als Maß für die Fähigkeit den Umgang mit der Macht zu erlernen. Obwohl Midiclorianer in jedem Lebewesen beheimatet sind, galt man erst ab einem bestimmten Grenzwert als machtbegabt. Eine Vererbung dieser Machtbegabung ist wahrscheinlich, aber nicht zwingend, ebenso möglich, aber deutlich unwahrscheinlicher, sind machtbegabte Kinder nicht machtbegabter Eltern. Das Wissen um die Midiclorianer bzw. generell um die Macht ging im Zuge der Order 66 und der systematischen Auslöschung der Jedi größtenteils verloren. Nur eine sehr kleine Minderheit in der Galaxis verfügt über die Fähigkeit die Macht zu nutzen, zur Zeit der Alten Republik bestand der Jedi-Orden aus nur rund zehntausend Mitgliedern, obwohl auf jeder Welt im Einflussbereich der Republik regelmäßig nach potentiellen Schülern Ausschau gehalten wurde.

    „Du hast den ersten Schritt in eine größere Welt getan.“
    - Obi-Wan Kenobi

Die Entdeckung von Lebewesen, die die Macht nutzen könnten, stellt einen Machtnutzer vor große Schwierigkeiten. Die Jedi der Alten Republik, aber auch die Inquisitoren des Imperiums, die u.a. für die Verfolgung machtbegabter Kinder verantwortlich waren, nutzten häufig Bluttests, um die Midiclorianerkonzentration direkt zu messen. Es gibt jedoch auch spezielle, vereinzelte Machttechniken, die darauf abzielen so genannte Reflexknoten im Inneren der Lebewesen anzuregen und dadurch eine unterbewusste Reaktion, wie beispielsweise einen Machtstoß, hervorzurufen. Steht einem Machnutzer keines dieser Hilfsmittel zur Verfügung, wird es schwieriger unausgebildete Machtbegabte zu entdecken.
In Einzelfällen, die hauptsächlich bei unausgebildeten Machtbegabten auftreten, kommt es zur unterbewussten Nutzung der Macht im alltäglichen Leben, die einem erfahrenen Machtnutzer natürlich nicht verborgen bleibt. Übermenschliche Reflexe oder der unterbewusste, unkontrollierte Einsatz von Machtfähigkeiten in Stresssituationen kommen vor allem bei Individuen mit starker Machtbegabung vor. Die meisten ausgebildeten Machnutzer hingegen verwenden die Macht bei beinahe jedem Aspekt ihres Lebens, was sich in einer Art Präsenz wiederspiegelt, die sich vor anderen Machtnutzern nur mittels komplexer Machttechniken verschleiern lässt.

    „Zorn. Furcht. Aggressivität. Die Dunklen Seiten der Macht sind sie. Besitz ergreifen sie leicht von dir.“
    - Yoda

Alles in allem bleibt die Macht jedoch ein Mysterium, weshalb sich zahlreiche Glaubensgemeinschaften gebildet haben, die unterschiedlichste Anschauungen haben. Ein Großteil der Machtbegabten vertrat die Meinung, dass sich die Macht prinzipiell in eine helle und eine dunkle Seite unterteilen ließe, dessen Anhänger gezwungenermaßen im ewigen Kampf miteinander stehen. Aus dieser Anschauung lässt sich der Schluss ziehen, dass ein Lebewesen welches die Macht aus niederen Instinkten wie Neid, Gier oder Zorn nutzt den Weg der dunklen Seite beschreitet und somit ein Diener des Bösen wird. Umgekehrt folgen die Diener des Guten den hohen Idealen der hellen Seite wie Selbstlosigkeit, Güte oder Gelassenheit. Einigen Machtbegabten erschien diese Philosophie jedoch als zu simpel, weshalb sie ihre Anschauung um einen “grauen“ Mittelweg erweiterten. Die so genannte Potentiumlehre folgt gewisser Weise diesem Ansatz und verzichtet auf eine helle oder dunkle Seite der Macht, sondern stellt den Charakter des Machtnutzers in den Mittelpunkt, der sowohl gute als auch schlechte Seiten aufweisen kann. Anhänger dieses Glaubens verzichteten auf strenge Reglementierungen, sondern verließen sich auf ihre Selbstbeherrschung und nutzten sowohl die traditionell hellen als auch als dunkel verschrienen Aspekte der Macht.

    "Die Fähigkeit, einen ganzen Planeten zu zerstören, ist nichts gegen die Stärke, die einem die Macht verleiht."
    - Darth Vader

Immer wieder zeichneten sich Machtnutzer dadurch aus, dass sie in gefährlichsten Situationen schier Unmenschliches leisteten. Meterhohe Sprünge, Luftstöße aus dem Nichts oder plötzlich entspringende Elektrizität aus ihren Fingern. Prinzipiell kann gesagt werden, dass mit dem Einsatz der Macht beinahe alles möglich ist. Über Kompression von Luftteilchen durch den Einsatz der Macht kann große Hitze erzeugt werden, ebenso wie durch Beschleunigung der eigenen Körperfunktionen in Folge der Machteinwirkung eine schnellere Heilung ermöglicht wird. Hohe Konzentration und starke Gefühle scheinen hierfür von essentieller Bedeutung zu sein. Jeder Machtnutzer hat sehr persönliche Stärken und Schwächen, manche Machtnutzer sind begnadete Lichtschwertkämpfer andere begabte Levitationskünstler und wieder andere können sogar die Gedanken von Lebewesen lesen bzw. sogar manipulieren. Das Eindringen in den Geist eines Lebewesens stellt einen Machtnutzer jedoch vor sehr große Probleme, die bei besonders willensstarken Personen nicht überwunden werden können. Die Meisterung einzelner Machtfähigkeiten stellt jedoch einen sehr langwierigen und aufwändigen Prozess dar. Äußerst kräfteraubende Machtfähigkeiten stellen außerdem ein gesundheitliches Risiko dar, da sich exzessive Nutzung der Macht direkt auf den Menschen auswirken kann. Beispielsweise in Form von plötzlich auftretenden Alterungserscheinungen, die nicht immer reversibel sind.




Die Macht ist ein Mysterium und jene, die sich ihr zugewandt haben gelten als ein Teil davon. Der Großteil der Bewohner dieser Galaxie glaubt schlichtweg nicht an die Existenz dieser übernatürlich begabten Wesen und kann deshalb nicht einmal die verschiedenen Lebensphilosophien durchaus existierender Machtbegabter unterscheiden. Einem kleinen Teil mag der Begriff "Jedi" allerdings etwas sagen, auch wenn der Befragte vermutlich eher mit einem leichten Schmunzeln reagiert, kommen ihm im ersten Moment lediglich Märchen und Geschichten von Hörensagen in den Sinn - von Helden und Generälen mit Lichtschwertern. Ein anderer Teil davon mag wiederum abfällig schnauben und jene Verräter der Alten Republik verteufeln. Nur jene, die tatsächlich einmal etwas mit einem Jedi oder einem anderen Machtbegabten zu tun gehabt haben, können auch nur erahnen, was das Thema der Macht mit sich bringt. Mit ihrem Glauben tragen sie die Geschichten und Mythen der Macht weiter.

Betrachtet man allein schon Episode 4, hält bereits Han Solo die Jedi für ein Mysterium. Dabei sind seit der Order 66, bei der alle Jedi vernichtet worden sind (offizielle Annahme), lediglich 19 Jahren vergangen.
In Episode 7, dem neuen Kanon, macht ein Beispiele deutlich, was alles innerhalb von ca. 30 Jahren schon in Vergessenheit geraten kann: 30 Jahre nach dem Sieg von Luke Skywalker über den Imperator und der „Rückkehr“ der Jedi-Ritter stellt man sogar schon die Existenz von Han Solos „Heldentaten“ und alles was damit zusammen hängt in Frage.
In dem Roman Tarkin von James Luceno zeigt eine Passage die enormen Auswirkungen dieser Verschwiegenheitstherapie des Imperiums damals:
"Wir reden nicht mehr über die Jedi", hatte Mas Amedda gesagt, [...]. Tarkin wusste, dass diese Einstellung sich nicht nur am Hof des Imperators durchgesetzt hatte. Gerade einmal fünf kurze Jahre waren seit der Vernichtung des Jedi-Ordens vergangen, [...] aber bereits jetzt wirkte er wie eine blasse Erinnerung aus grauer Vergangenheit.

Die Order 66 ist in unserer Einheitskontinuität im Jahre 10 NSY bereits 29 Jahre her. Die aktuelle Situation der Jedi in der Neuen Republik kann hier nachgeschlagen werden. Andere Gruppierungen von machtbegabten Wesen sind weitestgehend unbekannt.




Der Umgang mit der Macht in einem Forenrollenspiel stellt die Administration häufig vor große Probleme. Der Umfang an Machtfähigkeiten ist, wie oben bereits erwähnt, prinzipiell unbegrenzt und das vorhandene Arsenal wird durch neue Anwendungen in Büchern und Spielen stetig erweitert. Vor allem die Form der Machtanwendung in Star Wars-Computerspielen lehnt sich sehr stark an die Zauberei (unter Verwendung von Machtpunkten als Mana) in anderen Computerspielen an, weshalb diese Darstellung für ein Forenrollenspiel nicht geeignet ist.

Vorbild für die Machtanwendung im Forum sollten in erster Linie die Filme und die Bücher sein. Da wir unsere Mitspieler nicht zu stark einschränken wollen, verzichten wir auf eine explizite Auflistung aller Fähigkeiten eines Spielercharakters oder ein dahinterliegendes Machtsystem. Wir appellieren jedoch an die Fairness der Spieler diese Regelung nicht zu missbrauchen, denn jeder Machtnutzer sollte auch im Umgang mit der Macht über Stärken und Schwächen verfügen. Ungeachtet dieser Vereinbarung ist es natürlich notwendig den Einsatz von Machtfähigkeiten auf einen anderen Spieler mit diesen zu koordinieren. Das Lesen von Gedanken ohne dessen Zustimmung ist beispielsweise ein absolutes NoGo.

Der Einsatz von extrem starken Machtfähigkeiten, bzw. das Erlernen dieser Fähigkeiten, sollte im Vorhinein unbedingt mit der Administration abgesprochen werden. Eigens entwickelte Fähigkeiten sind nicht erwünscht, da das Expanded Universe bereits eine ausreichende Fülle an Kräften präsentiert, die beliebig kombiniert werden können und somit eigene Kreationen unnötig machen.


*Diese Inhalte sind dem Legends-Kanon entnommen.
Texte verfasst vom Community-Mitglied Aven Varec und Samira Krolan (Die Macht 10 NSY).

Information und Kommunikation

 
Registriert: Do 4. Sep 2014, 18:21
Beiträge: 632


Zurück zu Kompendium der Macht

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast